ROCKENDE UNTOTE & ANDERE CHARAKTERE
VORSICHT SPOILER!
Wackel Elvis
Elvis lebt!!? Nein, leider nicht. Dies hier ist nur eine ganz, ganz, schlechte Imitation. Nur weil er zufällig mal auf dem gleichen Friedhof wie Elvis begraben wurde, bevor er wegen Ruhestörung an diesen abgelegenen Ort verbannt wurde, fühlt sich dieser schräge Vogel von der Muse geküsst, und nervt nun seine Nachbarn mit ganz üblen Elvis-Song-Plagiaten. Einzig und allein eine untote Krankenschwester namens Mary, die ebenfalls hier zur letzten Unruhe getragen wurde, ist diesem Wackel Elvis hoffnungslos verfallen und ergibt sich wegen unerwiderterer Liebe nun dem Suff. Vielleicht kann unsere Heldin ja dem Glück der beiden ein wenig auf die Sprünge helfen...
Türsteher
Die Türsteher sind auch nicht mehr das was sie mal waren – früher hatten die einfach mehr Muckis. Dieses knöcherne Exemplar bewacht den Eingang zu einer Friedhofsgruft und langweilt sich ganz furchtbar. Da für Lebende der Zutritt zum Kellerclub normalerweise versperrt ist, will er auch Alyssa, die nach ihren verschollenen Bandkolleginnen sucht, nicht reinlassen. Gegen eine kleinere Plauderei mit der „heissen Schnecke“ hat der kleine Macho trotzdem nichts einzuwenden, und so schöpft Alyssa bald Hoffnung, dass sie doch noch Einlass erhält, wenn sie irgendetwas gegen seine Langeweile unternimmt und, noch wichtiger, ihm Feuer für seine stinkige Zigarre besorgt. Allerdings will Rauchen gelernt sein, und so wundert sich Alyssa schon bald, wie man sich die Lunge, auch ohne selbige, aus dem Leibe husten kann. Rauchen kann tödlich sein steht auf Zigarettenschachteln und so haucht auch dieser Raucher schon sehr bald sein letztes Fünkchen Leben aus. Gut für Alyssa, denn nur so kommt sie an sein Spielzeug, einen 8-Ball heran.
Barkeeper Harry
Harry betreibt die Bar in dem miefigen Kellergewölbe und versucht, durch intensiven Verwesungsgeruch vom schalen Geschmack des Hausweins abzulenken. Der stockschwule Kneipier ist besonders stolz auf seinen blassen Teint und gibt Alyssa gerne ein paar Kosmetiktipps. Zunächst tut er so, als wüsste er nichts über den Verbleib der verschollenen Bandkolleginnen – doch nach und nach kann ihm Alyssa doch ein paar Informationen entlocken – z.B. wo sich das gut versteckte Gäste-WC befindet.
Quentin
Quentin ist der depperte Nachbar der Deadly Lullabyes. Das einzige, was ihn interessiert, sind Autos (vor allem sein eigenes, das er tagtäglich auf Hochglanz poliert) und eine möglichst schnittige Beifahrerin für seine Spritztouren. Auf Alyssa und ihre Bandkolleginnen ist er nicht gut zu sprechen, da ihn die drei Mädels schon öfter abblitzen liessen. Kein Wunder, hat er doch wirklich nichts in der Birne und mimt den Macho. Das einzige, das Alyssa an Quentin interessiert, ist seine Autobatterie, denn die wird dringend gebraucht, um den Bandbus startklar zu machen.
Billard Zwillinge
Diese beiden Gesellen haben nur Billard in ihren hohlen Schädeln. Leider hat den Zwillingen, die Alyssa ein wenig an die Detektive Schulze und Schulze aus ihrem Lieblingscomic erinnern, jemand den 8-Ball geklaut, sodass sie ihre laufende Partie nicht zu Ende spielen können – was sie ganz schön nervös macht. Als Belohnung für den wiederbeschafften Eightball winkt Alyssa ein etwas abgegriffener Pokal vom letzten großen Turnier, das die beiden bestritten haben.
Fährmann
Ein weiterer von Uncle Waldo´s Handlangern wartet am sumpfigen Ufer und hat überhaupt keine Lust, Alyssa zur Rückseite der Gewächshausinsel zu bringen, auf der sich ein altes Kraftwerk befindet. Aber Alyssa erinnert sich an ein altes Märchen mit einem Fährmann und und kann das Sumpflabyrinth schon bald mit dem alten Floß erkunden.
Bloody Mary
Die untote Krankenschwester, die sich seit ihrem Ableben in Amputationen per Kettensäge übt, ist nur noch ein Häufchen Elend, seit sie sich „unsterblich“ in den Wackel Elvis verliebt hat, der seine untoten Artgenossen neuerdings in der Gruftbar beschallt. Mary ist einfach zu schüchtern, um dem selbsternannten „King“ ihre Liebe zu gestehen – dabei würden die beiden, schon rein äußerlich, ein echtes Traumpaar abgeben. Momentan hat Mary ihren Frust allerdings erst mal mit den Vorräten der Schnapsbrennerei betäubt – und das, wo Alyssa doch ganz dringend ein Fässchen von dem Sprit bräuchte, um einen Taxifahrer dazu zu bewegen, sie der geheimnisvollen Burg, auf der sie ihre Bandkolleginnen vermutet, etwas näher zu bringen. Mit Hilfe einer ominösen 3D Kamera und einem Lippenstift kann Alyssa allerdings schon bald dem jungen Glück des Traumpaares einen Schubs geben und sich Marys zurückgelassene Kettensäge schnappen und die Schnapsbrennerei wieder in Gang setzen.
Zwergenchef
Der Chef und Wortführer der sechs Zwerge, die an der Mühle eine Koksproduktion betreiben. Er wäre gerne ein richtiger ´Boss´- aber dazu ist er viel zu lieb...
Bob
Im Alter von 10 Jahren hat er erheblich dazu beigetragen, dass sein schurkischer Onkel dingfest gemacht werden konnte. Inzwischen ist Bob erwachsen und wahrscheinlich der größte Fan der Deadly Lullabyes. Wie sein Onkel hat er eine Laufbahn als Wissenschaftler eingeschlagen, allerdings mit völlig anderen Hintergedanken. Inspiriert vom Song „Creator´s Creation“ der Band hat er versucht, den Songtext in die Realität umzusetzen und dabei auf die Forschungen seines Onkels zurückgegriffen, von dessen bösen Plänen er noch nichts ahnt. Nun ja, irgendwie scheint ihm im Moment alles ein wenig aus dem Ruder zu laufen, und wenn er gewusst hätte, dass er die ganze Zeit seinem machtgierigen Onkel zugearbeitet hat, hätte er wohl die Finger davon gelassen... Was ursprünglich als Riesengaudi gedacht war, entpuppt sich gerade als Riesenalptraum. Gut dass er diese drei toughen Mädels, wenn auch unter Vorspiegelung falscher Tatsachen, zu sich geholt hat.
Uncle Waldo
„Endlich mal wieder ein richtiger Mensch!“, denkt sich Alyssa, als sie Uncle Waldo´s Baumhaus erklommen hat. Der alte Mann scheint zwar etwas durchgeknallt zu sein – trotzdem besser als die ganzen klapprigen Gerippe und nach Verwesung stinkenden Untoten , die ansonsten diese eigenartige Gegend bevölkern. Allerdings ist Uncle Waldo gar nicht so nett, wie zunächst vermutet, denn unter langer, ergrauter Mähne und hinter dem angeklebten Bart verbirgt sich der ehemals gefürchtete Graf Waldemar von Schreckensknecht, der einst durch seine teuflischen Forschungen das gesamte Umland in Angst und Schrecken versetzte und dafür zu lebenslanger Haft verurteilt wurde. Doch irgendwie ist es dem Fiesling gelungen, aus dem Knast zu entkommen und wieder in die Nähe der Burg und seiner unterirdischen Laboratorien zu gelangen, in denen er sich einst eine Armee von Untoten zu erschaffen versuchte. Seinem Neffen, dem jetzigen Burgherren, der damals geholfen hatte, ihn dingfest zu machen, hat er Rache geschworen und bereitet nun die erneute Machtergreifung vor. Zu diesem Zweck muss er Geld beschaffen – und dazu ist ihm jedes Mittel recht: Versteckt in seinem Baumhaus betreibt er eine Konservenfabrik, deren Verkaufsschlager „Uncle Waldo´s Chickensoup“ - hergestellt aus dem Fleisch mutierter Riesenratten – ihm beträchtliche Gewinne durch den Verkauf an diverse Fastfoodketten garantiert. Wenn die Konsumenten wüssten, was ihnen da auf den Suppenlöffel kommt, würde sich ihnen wahrscheinlich der Magen umdrehen...
Nicht mehr lange und Uncle Waldo alias Graf Waldemar hat genug Geld zusammengerafft, um seinen Feldzug gegen seinen Neffen und die Menschheit von neuem zu starten. Sein Neffe sollte schleunigst gewarnt werden, denn wie Alyssa bald feststellt, hat der Schurke bereits eines seiner alten Forschungslabore, das sich unter einem See befindet, wieder in Betrieb genommen.

